Aktuelles

15. Oktober 2017

Vorstellung der Resilienzspiele

ForChange präsentierte auf der Münchner Klimaherbst Dult seine Resilienzspiele

» mehr erfahren

4. August 2017

Best Paper Proceedings des 77. Annual Meetings der Academy of Management

ForChange Forschungsergebnisse wuden präsentiert

» mehr erfahren

31. Mai 2017

ForChange Spiele-Labor: Arbeit und Gesellschaft im Wandel

ForChange Veranstaltung im Rahmen der 11. Münchner Hochschultage

» mehr erfahren

17. Mai 2017

Märkte: Zukunftsfähiges Erfolgs- oder überholtes Auslaufmodell?

Vortrag und Podiumsdiskusssion an der Universität Augsburg

» mehr erfahren

5. Mai 2017

Psychosozialer Wandel durch neue Medien

Tagung an der Universität Würzburg

» mehr erfahren

10. April 2017

Wissenschaftskommunikation im Zeitalter sozialer Medien

Veranstaltung zur Verwendung sozialer Medien in der Wissenschaft

» mehr erfahren
zur Übersicht

Rechtliche Selbstbindung

Rechtliche Selbstbindung
Optionssteigerung durch produktive Selbstbeschränkung?
Resiliente Strukturen experimenteller Institutionalisierung
Dr. Stefan May
PD Dr. Stefan Böschen
Roman Thurn, M.A. (seit 01.04.2016)
Ludwig-Maximilians-Universität, Institut für Soziologie

Projektposter

Moderne Gesellschaften charakterisiert ein Anstieg an Handlungsoptionen bei gleichzeitigem Zuwachs an Entscheidungsdruck.
Mit dem Recht haben sie Prozeduren institutionalisiert, mit welchen auf die exponentielle Zunahme von Entscheidungsproblemen reagiert werden kann. Das Forschungsprojekt untersucht einen möglichen Rechtsformenwandel in der Regulation dieser Entscheidungskonflikte: Gehen mögliche „Resilienzreserven“ des Rechts in diesem Veränderungsprozess verloren? Oder kommt es zu neuen Rechtsformen?

Unter dem Stichwort „rechtliche Selbstbindungsmechanismen“ analysiert das Forschungsprojekt daher sich verändernde Entscheidungsprozeduren moderner Gesellschaften.

Institutionen können handlungsorientierend wirken. Entweder schaffen sie spezifische Programmierungen und Institutionalisierungen („Ethik-Kommissionen“), oder aber sie formulieren abstraktere Prinzipien („Vorsorgeprinzip”), durch die sich für die Beteiligten neue Entscheidungsspielräume eröffnen.

Zu beobachten ist: Immer öfter sind Akteure gezwungen, ad-hoc zu reagieren, ohne dabei auf Erfahrungswerte zurückgreifen zu können. Denn die neuen Entscheidungssituationen können immer weniger auf Grundlage eines erfahrungsbasierten Wissens entschieden werden.

Daher werden neue Formen der Verantwortung, Transparenz und Partizipation eingefordert. Diese „Lösungsangebote“ erweisen sich jedoch oftmals als ambivalent: Ein Zuviel an Transparenz kann die Entscheidungsfähigkeit wieder mindern, ein Zuviel an Partizipation Desinteresse an politischen Prozessen auslösen.

Den hiermit einhergehenden Rechtsformenwandel untersucht das Forschungsprojekt empirisch an Ethik-Kommissionen (mit Fokus auf das Feld der Biomedizin) und aktuellen Veränderungen im Risikoverwaltungsrecht (mit Fokus auf die Chemikalienregulierung).