Aktuelles

4. August 2017

Best Paper Proceedings des 77. Annual Meetings der Academy of Management

ForChange Forschungsergebnisse werden präsentiert

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31. Mai 2017

ForChange Spiele-Labor: Arbeit und Gesellschaft im Wandel

ForChange Veranstaltung im Rahmen der 11. Münchner Hochschultage

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17. Mai 2017

Märkte: Zukunftsfähiges Erfolgs- oder überholtes Auslaufmodell?

Vortrag und Podiumsdiskusssion an der Universität Augsburg

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5. Mai 2017

Psychosozialer Wandel durch neue Medien

Tagung an der Universität Würzburg

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10. April 2017

Wissenschaftskommunikation im Zeitalter sozialer Medien

Veranstaltung zur Verwendung sozialer Medien in der Wissenschaft

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Offenheit und Wandel von Rechtssystemen

Offenheit und Wandel von Rechtssystemen

Das Beispiel der Rule of Law

Prof. Dr. Richard Frensch
Prof. Dr. Herbert Küpper
Prof. Dr. Dres. h.c. Friedrich-Christian Schroeder
RAin Tina de Vries
Stela Ivanova, LL.M.
Dr. Miriam Frey
Unversität Regensburg, Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS)
und Institut für Ostrecht (IOR), Regensburg

Projektposter

Aus ökonomischer Sicht geht es bei der Rule of Law – nach der das Rechtssystem vor allen anderen Maßstäben des Handelns Gültigkeit hat –besonders um die Stabilität und Durchsetzbarkeit geschlossener Verträge. Wie wirkt eine außenwirtschaftliche Öffnung vergleichsweise kurzfristig auf die Rule of Law eines gegeben Staates und seiner Rechtsordnung und beeinflusst so die inneren Normen und Regelsysteme? Wie beeinflusst eine außenwirtschaftliche Öffnung die Ausgestaltung rechtlicher Institutionen – und damit die Resilienz der Gesellschaft? Im Schnittpunkt von Rechts- und Wirtschaftswissenschaft geht es um die Frage, wie hoch die Freiheitsgrade sind, unter denen institutionelle Anpassungen im Kontext der Globalisierung ablaufen, d.h. wie viel politisches Steuerungspotenzial in solchen Transformationsprozessen verbleibt.Exemplarisch werden Kaufverträge im Handelsverkehr, also Rechtsgeschäfte, die besonders stark von politischen Grundentscheidungen im Bereich der außenwirtschaftlichen Öffnung/Schließung abhängen, und Arbeitsverträge, d.h. besonders eng definierte Verträge, die auf meist stark regulierten und abgeschotteten nationalen Märkten umgesetzt werden, untersucht.Die komplexen Produktionsprozesse globalisierter Gesellschaften hängen extrem von Vertragssicherheit und -durchsetzbarkeit ab und bieten – auch deshalb – immer wieder Anreize Produktionsstätten und Arbeitsplätze in andere Länder (mit anderen juristischen Bedingungen) zu verlagern. (Wie) passen sich Rechtsinstitutionen an diese neue ökonomischen „Beweglichkeit" an? Wie reagieren sie auf Veränderungen politischer und gesellschaftlicher Institutionen, die ebenfalls einem globalen technologischen Veränderungsprozess ausgesetzt sind? Und wie verändern sich die politischen Institutionen selbst bzw. welche Gestaltungsspielräume bestehen unter derartigem Veränderungsdruck? Die postsozialistischen Transformationen im östlichen Europa wurden als Beispiel gewählt, weil der dort realisierte Totalumbau von Staat, Recht, Wirtschaft und Gesellschaft viele Probleme besonders deutlich aufzeigt.