Aktuelles

15. Oktober 2017

Vorstellung der Resilienzspiele

ForChange präsentierte auf der Münchner Klimaherbst Dult seine Resilienzspiele

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4. August 2017

Best Paper Proceedings des 77. Annual Meetings der Academy of Management

ForChange Forschungsergebnisse wuden präsentiert

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31. Mai 2017

ForChange Spiele-Labor: Arbeit und Gesellschaft im Wandel

ForChange Veranstaltung im Rahmen der 11. Münchner Hochschultage

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17. Mai 2017

Märkte: Zukunftsfähiges Erfolgs- oder überholtes Auslaufmodell?

Vortrag und Podiumsdiskusssion an der Universität Augsburg

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5. Mai 2017

Psychosozialer Wandel durch neue Medien

Tagung an der Universität Würzburg

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10. April 2017

Wissenschaftskommunikation im Zeitalter sozialer Medien

Veranstaltung zur Verwendung sozialer Medien in der Wissenschaft

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Ökologische Sozialethik

Ökologische Sozialethik
Kompass für eine nachhaltige Transformation der Gesellschaft
Prof. Dr. Markus Vogt
Dr. Martin Schneider


Ludwig-Maximilians-Universität München, 
Lehrstuhl für Christliche Sozialethik

Projektposter

Dass sich unsere Gesellschaft wandelt, ist eine unbestreitbare Tatsache. Der Wahrnehmung, Beurteilung und Gestaltung der gegenwärtigen gesellschaftlichen Transformationen liegen allerdings Normen und ethische Haltungen zugrunde, die umstritten sind. Solche normativen „Bewertungs-Brillen“ zu untersuchen und Leitkonzepte wie Resilienz, Nachhaltigkeit und Humanökologie zu hinterfragen, ist ein Ziel des Teilprojektes. Dabei wird der ökologische und soziale Kontext immer mit einbezogen und Ethik als Reflexion gelebter Praxis thematisiert.

Das Teilprojekt untersucht die Rolle der Moral im Umgang mit Veränderungsprozessen. Zentrale Fragestellungen sind: Wie kann Moral in innovativen, an Unsicherheit reichen Prozessen und Entscheidungen als Orientierung dienen? Steigert „ethische Kompetenz“ die Belastbarkeit in kritischen Umbruchsituationen? Ethik, also die Reflexion über Moral, wird ebenso als Begründungstheorie für normative Postulate ins Spiel gebracht wie auch auf ihre Funktionen in der gesellschaftlichen Kommunikation (motivieren, kritisieren und integrieren) hin untersucht. Die Theologie wird hinsichtlich ihres Beitrags zur Steigerung von sozialer Resilienz auf den Prüfstand gestellt.

Wandlungsprozesse normativ zu bewerten, beinhaltet die Option, diese nicht nur passiv zu erleiden, sondern sie nachhaltig zu gestalten. Deshalb suchen wir nach einer positiven Korrelation zwischen zivilgesellschaftlichen oder unternehmerischen Pioniergruppen, latentem Wertwandel in Lebensstilen, Bildung und öffentlicher Kommunikation sowie einem politisch-rechtlichen Institutionenwandel. In besonderer Weise berücksichtigen wir, dass religiöse Orientierungen und kirchliche Akteure im öffentlichen Raum eine bedeutsame Rolle spielen. Dabei stellt sich die Frage, wie sich Theologien und Kirchen selbst verändern müssen, um wirksam zu einem nachhaltigen Wandel beizutragen.