Aktuelles

16. November 2017

Symposium „Streitfrage Resilienz. Wie wir Zukunft gestalten können“

Abschlussveranstaltung des Forschungsverbundes ForChange

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1. November 2017

Sammelband „Resilienz“ 2018

Interdisziplinäre Perspektiven zu Wandel und Transformation, hrsg. Karidi, Gutwald, Schneider

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15. Oktober 2017

Vorstellung der Resilienzspiele

ForChange präsentierte auf der Münchner Klimaherbst Dult seine Resilienzspiele

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27. September 2017

Multiplikatoren-Workshop

Resilienzspiele am Schülerforschungszentrum Augsburg

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4. August 2017

Best Paper Proceedings des 77. Annual Meetings der Academy of Management

ForChange Forschungsergebnisse wuden präsentiert

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Medialisierung

Medialisierung
Medienlogik und Medienwirkungen
Prof. Dr. Michael Meyen
Dr. Maria Karidi

Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung

Projektposter

Dieses Projekt fragt nach gesellschaftlichen Medienwirkungen – nach Wirkungen, die über konkrete Inhalte wie ein TV-Duell oder einen Werbespot hinausgehen. Ausgangspunkt ist der Bedarf an öffentlicher Aufmerksamkeit und öffentlicher Legitimation. Ob Großvorhaben, Karrieren von Spitzenpolitikern, Topmanagern und Sportstars, Studienbeiträge oder ein Forschungsverbund: Über Erfolg und Misserfolg wird auch in der Arena der Massenmedien entschieden.

Ein wichtiger Ort von Selbstdarstellung und Selbstverpflichtung ist die Öffentlichkeit. Was öffentlich zum Thema wird, öffentliche Aufmerksamkeit findet, wird sehr stark vom Mediensystem beeinflusst. Dessen Veränderung bleibt nicht ohne Wirkung für den Ablauf von Selbstbindungsprozeduren.

Wie verändert sich Gesellschaft, wenn ihre Wert-, Beurteilungs- und Entscheidungskriterien in hohem Maß von einem allgegenwärtigen Mediensystem vorgegeben werden? Ein System, das nach einer eigenen Logik handelt und Akteure dazu bringt, ihre Strategien, Ressourcen und Programme entsprechend dieser Logik (oder dem, was sie dafür halten) umzuschreiben. Dabei wird davon ausgegangen, dass öffentliche Aufmerksamkeit und öffentliche Legitimität in den vergangen Jahren zu knappen Ressourcen geworden sind, die in allen gesellschaftlichen Funktionssystemen benötigt werden.

Wie haben sich Politik, Wirtschaft, Kultur oder Wissenschaft verändert, weil ihre Entscheidungsträger Massenmedien für so wichtig halten, dass sie deren Handlungslogik in ihre Strategien einbauen? Entweder um öffentliche Aufmerksamkeit zu erreichen (als Erfolgsnachweis und Legitimationsbasis) oder aber um zu verhindern, dass negative Medienberichte die Durchsetzung ihrer Interessen gefährden? Die Analyse dieser Fragen erfordert einen neuen Blick auf das Phänomen Mediengesellschaft und vertieftes Wissen über die Regeln, nach denen Massenmedien die Realität konstruieren.