Aktuelles

31. Mai 2017

ForChange Spiele-Labor: Arbeit und Gesellschaft im Wandel

ForChange Veranstaltung im Rahmen der 11. Münchner Hochschultage

» mehr erfahren

17. Mai 2017

Märkte: Zukunftsfähiges Erfolgs- oder überholtes Auslaufmodell?

Vortrag und Podiumsdiskusssion an der Universität Augsburg

» mehr erfahren

5. Mai 2017

Psychosozialer Wandel durch neue Medien

Tagung an der Universität Würzburg

» mehr erfahren

10. April 2017

Wissenschaftskommunikation im Zeitalter sozialer Medien

Veranstaltung zur Verwendung sozialer Medien in der Wissenschaft

» mehr erfahren

16. März 2017

Team Resilience und Team Adaptation

Fachkonferenz des Institut für Leadership und Organisation der LMU München

» mehr erfahren

23. Januar 2017

Country-of-origin Effects in a Global Market: The Case of China

Veröffentlichung von Prof. Holtbrügge, ForChange Projekt Unternehmensübernahme

» mehr erfahren

21. Januar 2017

Teilnahme vom Projekt Dr. Anne von Streit auf dem Wieser Zukunftsforum

Schritte in die Zukunft. Warum es Betreiber des Wandels braucht!

» mehr erfahren
zur Übersicht

Medialisierung

Medialisierung
Medienlogik und Medienwirkungen
Prof. Dr. Michael Meyen
Dr. Maria Karidi

Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung

Projektposter

Dieses Projekt fragt nach gesellschaftlichen Medienwirkungen – nach Wirkungen, die über konkrete Inhalte wie ein TV-Duell oder einen Werbespot hinausgehen. Ausgangspunkt ist der Bedarf an öffentlicher Aufmerksamkeit und öffentlicher Legitimation. Ob Großvorhaben, Karrieren von Spitzenpolitikern, Topmanagern und Sportstars, Studienbeiträge oder ein Forschungsverbund: Über Erfolg und Misserfolg wird auch in der Arena der Massenmedien entschieden.

Ein wichtiger Ort von Selbstdarstellung und Selbstverpflichtung ist die Öffentlichkeit. Was öffentlich zum Thema wird, öffentliche Aufmerksamkeit findet, wird sehr stark vom Mediensystem beeinflusst. Dessen Veränderung bleibt nicht ohne Wirkung für den Ablauf von Selbstbindungsprozeduren.

Wie verändert sich Gesellschaft, wenn ihre Wert-, Beurteilungs- und Entscheidungskriterien in hohem Maß von einem allgegenwärtigen Mediensystem vorgegeben werden? Ein System, das nach einer eigenen Logik handelt und Akteure dazu bringt, ihre Strategien, Ressourcen und Programme entsprechend dieser Logik (oder dem, was sie dafür halten) umzuschreiben. Dabei wird davon ausgegangen, dass öffentliche Aufmerksamkeit und öffentliche Legitimität in den vergangen Jahren zu knappen Ressourcen geworden sind, die in allen gesellschaftlichen Funktionssystemen benötigt werden.

Wie haben sich Politik, Wirtschaft, Kultur oder Wissenschaft verändert, weil ihre Entscheidungsträger Massenmedien für so wichtig halten, dass sie deren Handlungslogik in ihre Strategien einbauen? Entweder um öffentliche Aufmerksamkeit zu erreichen (als Erfolgsnachweis und Legitimationsbasis) oder aber um zu verhindern, dass negative Medienberichte die Durchsetzung ihrer Interessen gefährden? Die Analyse dieser Fragen erfordert einen neuen Blick auf das Phänomen Mediengesellschaft und vertieftes Wissen über die Regeln, nach denen Massenmedien die Realität konstruieren.