Aktuelles

16. November 2017

Symposium „Streitfrage Resilienz. Wie wir Zukunft gestalten können“

Abschlussveranstaltung des Forschungsverbundes ForChange

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1. November 2017

Sammelband „Resilienz“ 2018

Interdisziplinäre Perspektiven zu Wandel und Transformation, hrsg. Karidi, Gutwald, Schneider

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15. Oktober 2017

Vorstellung der Resilienzspiele

ForChange präsentierte auf der Münchner Klimaherbst Dult seine Resilienzspiele

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27. September 2017

Multiplikatoren-Workshop

Resilienzspiele am Schülerforschungszentrum Augsburg

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4. August 2017

Best Paper Proceedings des 77. Annual Meetings der Academy of Management

ForChange Forschungsergebnisse wuden präsentiert

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Energiesysteme

Energiesysteme

Transformationsprozesse zu einem nachhaltigeren Energiesystem

Governance-Prozesse auf regionaler Ebene

Dr. Anne von Streit
Dipl.-Geogr. Michael Jedelhauser
Ludwig-Maximilians-Universität-München, Department für Geographie,
Lehr- und Forschungseinheit Mensch-Umwelt Beziehungen
Co-Leitung: Prof. Dr. Claudia Binder
École Polytechnique Fédérale de Lausanne
Laboratory for Human Environment Relations in Urban Systems (HERUS)

Projektposter

Beitrag zum Zwischenstand des Projekts

Ein eingeführtes und historisch gewachsenes Energiesystem in ein nachhaltigeres System umzubauen, erfordert große gesellschaftliche Veränderungen und Anpassungsleistungen. Dabei spielen Pioniere – strategische Akteure, die Veränderungen aktiv vorantreiben – neben den politischen Entscheidungsträgern eine wichtige Rolle. Erfolg und Geschwindigkeit der Transformation hängen entscheidend davon ab, ob solche Pioniere sich durchsetzen und vorhandene „windows of opportunity“, also „die Gunst der Stunde“ nutzen können.

Am Beispiel einer bayerischen Region untersucht dieses Teilprojekt Transformations- und Anpassungsprozesse in Richtung auf ein nachhaltigeres Energiesystem: maßgebliche Akteure und Pioniere werden identifiziert, ihre Interaktionen, Handlungsbedingungen und -motive analysiert und modelliert und Konflikte untersucht.

Oft haben sich Akteure durch Verträge, Programme, Absprachen und/oder Investitionen langfristig festgelegt und ihre Entscheidungsmöglichkeiten dadurch massiv eingeschränkt. Solche „Pfadabhängigkeiten“ sind sowohl für die Transformation wie auch für die Resilienz regionaler Energiesysteme von zentraler Bedeutung und deshalb eine der Fragestellungen im Projekt.

Welche Rolle spielen soziokulturelle, rechtliche und ökologische Rahmenbedingungen und Pfadabhängigkeiten für die jeweiligen Steuerungs- und Regelungsstrukturen im Energiesystem? Wie beeinflussen Pioniere des Wandels diese Strukturen? Was bedeutet Resilienz in diesem System?

Wichtige Akteure, deren Handlungsoptionen und Interaktionsformen werden in einem Modell dargestellt und unter Annahme einer Resilienzperspektive analysiert, um ein umfassenderes Verständnis davon zu entwickeln, wie Resilienz in komplexen Systemen, die sich in Transformation befinden, operationalisiert werden kann. Zusätzlich wird untersucht, wie aus lokal begrenzten Innovationsimpulsen gesellschaftlich wirksame Trends entstehen. Am Ende können Handlungsempfehlungen für einen umwelt- und gesellschaftsverträglichen Umbau des Energiesystems abgeleitet werden. Zivilgesellschaftlichen Impulsen wird dabei eine besondere Rolle zugewiesen.